Bruyère

Bruyèrepfeifen stammen aus Saint-Claude, wo sie etwa im Jahre 1850 zum ersten Mal gefertigt wurden. Saint-Claude ist auch heute noch ein weltweit führendes Zentrum für Bruyèrepfeifen. Bruyèreholz hat zahlreiche Eigenschaften, die es zu einem geeigneten Material für Pfeifen machen: Es ist sehr hart und trotzdem sehr leicht zu verarbeiten, es ist überaus temperaturbeständig und sieht ausserdem noch gut aus! Der teil der Erica arborea, der für die Pfeifenherstellung verwendet wird, nämlich die Bruyèrewurzel, befindet sich zwischen den Wurzeln und dem eigentlichen Stamm des Baums. Der Baum wächst überwiegend im Mitelmeerraum. Das Holz kann erst nach eingehender Behandlung in seine endgültige Form geschnitzt werden.

Meerschaum

Meerschaumpfeifen werden seit Beginn des 18. Jahrhunderts hergestellt. Heutzutage stammen Meerschaumpfeifen überwiegend aus der Türkei. Das relativ seltene Material Meerschaum ist eigentlich ein Mineral, ein aus Magnesium bestehender Stein, den man in etwa 25 Meter Tiefe findet. Die Qualität, die Meerschaum als Material für die Pfeifenherstellung auszeichnet, ist die Tatsache, dass ein sehr leichtes, poröses und zudem sehr weiches Material ist, das sich daher leicht verarbeiten lässt. Darüber hinaus verfärbt sich eine Meerschaumpfeife im Laufe der Jahre durch das Rauchen.

Maiskolben

Das Phänomen der Maiskolbenpfeife stammt aus Amerika. Wie der Name bereits suggeriert, werden diese Pfeifen aus einem speziell zu diesem Zweck gezüchteten Maiskolben hergestellt, der von der Verarbeitung und Beschichtung etwa zwei Jahre getrocknet wird. Aus einem Kolben kann man gewöhnlich zwei Maiskolbenpfeifen herstellen. Das Ungewöhnliche an diesen Pfeifen ist nicht nur, dass sie überaus leicht und porös sind, sondern dass sie auch ein gewisses Aroma annehmen können und eine relativ kurze Lebensdauer haben, die jedoch durch die extrem niedrigen Kosten gerechtfertigt wird.

Ton

Tonpfeifen waren im 19. Jahrhundert überaus beliebt, doch heutzutage werden sie hauptsächlich zu dekorativen Zwecken hergestellt. Häufig werden verschiedene Tone miteinander gemischt, um eine einheitliche Farbe zu bewirken. Tonpfeifen stammen ursprünglich aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und England. Ein berühmtes Exemplar wurde in Gouda hergestellt. Tonpfeifen ind erheblich preiswerter als Bruyère- und Meerschaumpfeifen, haben jedoch den Nachteil, dass sie ziemlich zerbrechlich sind, obwohl dies ein niedriger Preis für ein richtig altmodisches Pfeifenerlebnis sein mag.


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